Magazin Rheintime

Radio Köln
23.09.2021 - 20:04

Köln hat eine vielfältige Theaterlandschaft, besonders in Bezug auf die freie Szene. Das heute älteste Privattheater mit eigener Schauspielschule ist das Theater der Keller, das aktuell in der Tanzfaktur in der Nähe des Deutzer Hafens beheimatet ist. Unsere Reporterin Christina Löw hat für uns mit dem Intendanten Heinz Simon Keller und der Dramaturgin Ulrike Janssen gesprochen. Der Takuplatz in Ehrrenfeld ist Teil des sogenannten chinesischen Viertels bestehend aus Iltisstraße, Lansstraße und eben dem Takuplatz. Wie das Trio zu seinen Namen gekommen ist und warum diese Namen auch noch heute die Gemüter bewegen, hat Eva-Maria Marx vor Ort und in Interviews recherchiert.

Infos und Links zur Sendung: 
  • Website „Theater der Keller“ und Termine der Spielzeit 2021/22
  • Die Geschichte des Chinesenviertels in Ehrenfeld ist eng mit dem Kolonialismus des Kaiserreichs verbunden. Information zum Takuplatz, zum Boxeraufstand, die "Hunnenrede" von Kaiser Wilhelm II. und zum Edelweisspiratenfestival finden sich hinter den Links. Unsere Autorin Eva Maria Marx empfiehlt auch das "Museum on the Couch", bei dem zwei Videos zum Takuplatz zu finden sind.
  • Ostentative Ahnungslosigkeit - Der Antisemitismus im „Kinderfenster“ des Kölner Doms - Veranstaltung der Melanchthon-Akademie im Haus der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9, am Donnerstag, 30. September, 19 bis 21 Uhr
    „Wie ist heute mit Bildwerken, auch aus historisch jüngerer Zeit, umzugehen, die antisemitische Stereotype transportieren?“. Dieser Frage gehen, Dr. Bernd Wacker, Patrick Bahners und Professorin Michaela Geiger (alle drei gehören dem Vorstand der Synagogengemeinde Köln an) nach. Seit 2006 findet eine intensive Auseinandersetzung mit den antijüdischen Kunst- und Bildwerken im Kölner Dom statt. Übersehen wurde dabei das sogenannte „Kinderfenster“ an der Südseite des nördlichen Querhauses, das in den 1950er Jahren entstand. Erst ein Artikel von Bernd Wacker (2018) lenkte die Aufmerksamkeit auf ein Bildprogramm, das in Teilen als antisemitisch qualifiziert werden muss. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Eine Anmeldung (nur Warteliste, da ausgebucht) unter Telefon 0221/931803-0 oder per E-Mail ist erforderlich.
Autoren: 
Christina Löw, Eva-Maria Marx
Moderation: 
Anne Siebertz