Ehrenamt

"Wie sehr unsere Gesellschaft vom Ehrenamt abhängt, das bekommen wir, solange alles funktioniert, gar nicht mit. Aber wir merken es in Situationen wie jetzt in der Flutkatastrophe, wo unzählige Ehrenamtliche in unterschiedlichen Funktionen sofort zur Stelle waren, um die professionellen Institutionen, die da das allein hätten gar nicht anpacken können, zu unterstützen und oft noch da zu sein, wenn die großen Institutionen wie die Bundeswehr längst wieder abgezogen sind." leitete Arnd Henze die Veranstaltung WiederAnpacken der Melanchthon-Akademie im September 2021 in der Dellbrücker Christuskirche ein. Hintergrund war natürlich die Corona-Pandemie, die manche ehrenamtliche Tätigkeit unmöglich gemacht hat. Gleichzeitig wurde an der Flutkatastrophe im Juli sichtbar, dass ein Leben ohne Ehrenamt fast nicht möglich ist. Studio ECK hat sich für 2022 das Ehrenamt als Schwerpunktthema gesetzt. Weitere Beiträge aus der Vergangeheit finden Sie in der Themenrubrik "Engagement im Ruhestand".

Seit 20 Jahren engagieren sich Freiwillige in so genannten häuslichen Unterstützungsdiensten, auch als Demenzinitiativen bekannt. Helferinnen und Helfer besuchen Menschen mit Demenz zu Hause, um die Familienangehörigen zu entlasten. Für jeden Kölner Stadtbezirk ist ein häuslicher Unterstützungsdienst zuständig. Zum 20jährigen wurde ein Film produziert: Er zeigt, warum sich Menschen in Demenzinitiativen engagieren und erzählt von Glücksmomente und Herausforderungen bei den Besuchen. Martina Schönhals hat die Filmpremiere im Altenberger Hof in Nippes besucht.

Sendedatum: 30.06.2022

Die Stadt Köln hat in Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden ein Seniorennetzwerk-Programm aufgelegt: in allen 86 Stadtteilen Kölns soll ein solches Netzwerk entstehen. Mittlerweile gibt es sie in 62 Stadtteilen. 2019 ist in Köln Klettenberg ein Netzwerk an den Start gegangen. Die Koordinatorin für Senioren-Netzwerkarbeit des Diakonischen Werks der evangelischen Kirche Köln, Sabine Kistner-Bahr, wurde von der Stadt mit dessen Aufbau betraut. Birgit Niclas hat sich mit ihr getroffen und sich über den Aufbau des Seniorennetzwerks in Klettenberg informiert.

Sendedatum: 23.06.2022

Schon zum Ende des letzten Jahrhunderts gründete sich in Hürth eine lokale Agenda-Gruppe, die sich für soziale und ökologische Projekte einsetzt. Dabei orientiert sie sich an den Nachhaltigkeitszielen, welche die Vereinten Nationen vor 30 Jahren beschlossen haben. Ihre Wurzeln hat die Hürther Agenda-Gruppe in der evangelischen Gemeinde. Seit Jahresanfang hat sich die Gruppe als gemeinnütziger Verein für eine umweltbewußte Stadt neu organisiert.Gerade geht ein neues Projekt an den Start: der Bürgergarten Hürth. Den hat sich Jutta Hölscher angeschaut.

Sendedatum: 19.06.2022

Seit rund 10 Jahren gibt es in Köln-Mülheim die Stadtteilmütter – Frauen, die im gesamten Stadtbezirk Familien mit und ohne Migrationshintergrund bei Hürden im alltäglichen Leben unterstützen. Christina Löw hat mit einigen von ihnen über ihre Arbeit gesprochen.

Sendedatum: 16.06.2022

Die aktuelle Situation auf dem Wohnungsmarkt ist nicht nur in Köln angespannt. Dabei gibt es schon länger kreative Ideen zu gemeinschaftlichem Wohnen. Einer, der seinen Traum inzwischen verwirklichte ist Wilhelm Schwedes. Gemeinsam mit drei Mitstreitern gründete er 2010 den Verein „Lebensräume in Balance“. Nach einem steinigen Weg wurde 2017 im Waldbadviertel in Ostheim ein Mehrgenerationenhaus mit 34 Wohnungen und einem besonderen Konzept des Zusammenlebens von der GAG in Kooperation mit dem Verein fertig gestellt. Zeitgleich gründete Wilhelm Schwedes den „Runden Tisch Wohnformen“, der sich regelmäßig in der evangelischen Melanchthon-Akademie trifft. Jutta Hölscher hat ihn besucht.

Sendedatum: 09.06.2022

Der FUSS e.V. hat sich als Verein die Aufgabe gesetzt, die Interessen aller, die Wege zu Fuß zurücklegen, zu vertreten. Anne Siebertz hat sich ausführlich mit Gunda Wienke, die aktiv im Fuß e.V. tätig ist, unterhalten.

Sendedatum: 28.04.2022

Als vor acht Jahren die Krim von der Russen besetzt wurde und die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ostukraine begannen, gründete der Kölner Arzt Dr. Detlef Gysan gemeinsam mit seiner Frau Linda Mai, einer Halbukrainerin, 2015 den Verein „blaugelbes Kreuz“. Viele Krankenhausbetten und Infusionssysteme lieferten sie in den Osten der Ukraine, wo es zerschossene Krankenhäuser gab und viele Kinder, die ihre Eltern verloren hatten.„Zwei Wochen Ferien ohne Krieg“ hieß die Aktion, durch die jedes Jahr rund 50 Kinder nach Köln kamen, um hier unbeschwerte Ferientage genießen zu können. Primär waren die Ziele des Vereins in erster Linie, Kinder zu helfen, denen es nicht gut geht. Inzwischen ist das Familienunternehmen durch den Krieg in der Ukraine stetig angewachsen und versucht, den Menschen dort auf alle nur erdenkliche Weise zu helfen. Jutta Hölscher hat den engagierten Mediziner und stellvertretenden Vorsitzenden des gemeinnützigen Vereins getroffen.

Sendedatum: 21.04.2022

Begegnungsräume hatten wir im harten Lockdown nahezu nur draußen. Quartier- und Nachbarschaftszentren waren im Ruhemodus. Endlich ist das Miteinander schrittchenweise wieder möglich. Auch das Nachbarschaftshaus der Ehrenfelder Genossenschaft erwacht wieder zum Leben. Es liegt zwischen Takufeld und dem Blücherpark, mitten in Neu-Ehrenfeld und bietet Raum, nicht nur für die Mitglieder der Genossenschaft und die Anwohner.
Eva-Maria Marx hat für Studio ECK recherchiert, seit wann das Haus am Ansgarplatz eigentlich genutzt wird und von wem und was man/Frau/Kind dort so unternehmen kann.

Sendedatum: 21.04.2022

Noch bis in die 2000er Jahre hinein gehörte die kleine Kapelle mitten in Köln-Mülheim zu einem Kloster, das von Patres bewohnt wurde. Das Kloster wurde 2014 abgerissen und stattdessen wurden von der GAG Köln neue Wohnungen gebaut. Die Mülheimer aus der sogenannten „Graf-Adolf-Siedlung“ wollten jedoch ihr „Kapellchen“ nicht widerstandslos hergeben. Sie starteten eine Unterschriftenaktion und gründeten einen Verein. Schlussendlich wurde die Bausubstanz der Kapelle erhalten und die GAG stellt die Räume dem neu gegründeten Nachbarschafts- und Kulturzentrum „et Kapellche“ zur Verfügung. Jutta Hölscher berichtet.

Sendedatum: 07.04.2022

Täglich kommen in Köln unzählige Menschen aus der Ukraine an. Anne Siebertz war eigentlich wegen eines ganz anderen Themas in Köln-Pesch, hat dort aber erfahren, wie die Menschen aus der evangelischen Gemeinde und andere Initiativen spontan ein Hilfsprogramm auf die Beine gestellt haben und das Mikrofon noch mal hervorgeholt.

Sendedatum: 07.04.2022